Fatma Aydemir

Fatma (Bahar) Aydemir, geboren 1986 in Karlsruhe. 2007–2012 studierte sie Germanistik und Amerikanistik an der Goethe Universität in Frankfurt am Main. Seit 2012 lebt sie in Berlin. 2012–2023 war sie Redakteurin bei der Tageszeitung „taz“ im Ressort taz2/Medien. Hier gehörte sie 2017 zu den Mitinitiator:innen des türkisch-deutschen Internetportals „taz.gazete“, einer zweisprachigen Medienplattform, die die Pressefreiheit in der Türkei fördert. Aydemir ist ebenfalls als Kolumnistin tätig, u.a. für die feministische „Missy Magazine“ und (bis 2020) für „Spex“, eine Zeitschrift für Popkultur. 2017 debütierte sie als Buchautorin mit dem Roman „Ellbogen“, der mehrmals für die Bühne adaptiert wurde. Ihr zweiter Roman „Dschinns“ (2022), wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert und schaffe es auf die Shortlist. Seit 2023 ist sie, zusammen mit Hengameh Yaghoobifara, Miryam Schellbach und Enrico Ippolito, Mitherausgeberin der Zeitschrift „Delfi Tempel. Magazin für neue Literatur“ im Ullstein Verlag. Im Wintersemester 2024/2025 unterrichtete sie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig.

*  1. Januar 1986

von Elin Nesje Vestli

Essay

In ihrem Werk vermittelt Fatma Aydemir einen kritischen Blick auf die Lebensrealitäten von migrantischen Menschen in der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Die Protagonist:innen ihrer Geschichten werden durch strukturelle Diskriminierung beeinträchtigt, sei es etwa in ihrem Arbeitsumfeld oder in der Ausbildung. Gleichzeitig durchleben sie eine Reihe ...